Gründungs­förderung an großen Hochschulen

Unter den großen Hochschulen mit mehr als 15.000 Studierenden erreichen im Jahr 2016 die Hochschule München und die Technische Universität München – nachdem sie in den vergangenen beiden Erhebungsjahren abwechselnd jeweils knapp vorn lagen – nun einen Gleichstand und teilen sich die Spitzenposition.

Spitzenreiter dicht beieinander

Den nächsten Platz teilen sich das Karlsruher Institut für Technologie und die Universität Potsdam. Hierbei ist der Abstand zu den beiden Erstplatzierten deutlich. Den dritten Platz erhält diesmal die Technische Universität Berlin. Ihr folgen dichtauf drei Universitäten mit gleicher Punktzahl: Freiburg, Jena und Saarbrücken. Freiburg und Jena ist damit erstmals der Übergang von der Mittelgruppe in das beste Viertel der Hochschulen gelungen. Die anderen Hochschulen im besten Viertel gehörten auch in den Befragungen 2012 und 2013 bereits zu den besten Hochschulen in der Gründungsförderung. Es gibt aber auch drei Hochschulen, die sich teilweise deutlich verbesserten und nur knapp die Punktzahl für die Spitzengruppe verfehlten: die RWTH Aachen, die Universität Kassel und die Universität Würzburg.

 

Nicht technische Hochschulen häufiger mit Verbesserungspotenzial

Von den 34 hier betrachteten Hochschulen, die in das Gesamtranking einbezogen werden konnten, können insgesamt neun als vorbildlich in der Gründungsförderung angesehen werden. Darunter sind vier Hochschulen mit technischem Profil, aber auch fünf, die vergleichsweise viele Studierende in den anderen Fächergruppen aufweisen. Bei den Hochschulen im Mittelfeld sieht dies ähnlich aus. Unter den Hochschulen mit Verbesserungspotenzial (unteres Viertel) befindet sich dagegen nur eine Einrichtung mit einem Schwerpunkt in den technischen Fächern. Als Hochschulen mit technischem Profil wurden hier die Hochschulen mit einem Anteil an Studierenden der Ingenieurwissenschaften von mehr als 30 Prozent eingeordnet (Quelle: Statistisches Bundesamt 2016).

 

EXIST-Hochschulen sind im Ranking weiter vorn

Der bereits in den vorangegangenen Erhebungen festgestellte starke Zusammenhang mit einer Förderung im Rahmen des Wettbewerbs EXIST IV ist mit der aktuellen Erhebung noch deutlicher geworden: Es sind nicht nur wie zuvor fast alle Hochschulen im oberen Viertel des Gesamtrankings zugleich Gründerhochschulen. Vielmehr zählt nun auch die Mehrheit der mittleren Gruppe zu den Gründerhochschulen, aus dem unteren Viertel dagegen keine.