Zusammen­setzung der Grund­gesamtheit und des Samples

Die Grundgesamtheit des Gründungsradars 2016 setzt sich aus allen staatlichen und staatlich anerkannten privaten Hochschulen in Deutschland zusammen, mit Ausnahme der Verwaltungshochschulen und Berufsakademien.

Die Grundgesamtheit des Gründungsradars bestand im Frühjahr 2016 aus 390 Hochschulen. Davon sind 242 Fachhochschulen oder Hochschulen ohne Promotionsrecht, 148 Universitäten oder Hochschulen mit Promotionsrecht.

Insgesamt haben 50 Prozent (194 Hochschulen) aller deutschen Hochschulen auf unsere Befragung zum Gründungsradar geantwortet. Die Beteiligung der Universitäten oder Hochschulen mit Promotionsrecht (57 Prozent) war höher als die der Fachhochschulen oder Hochschulen ohne Promotionsrecht (46 Prozent). Die der staatlichen Hochschulen (64 Prozent) war deutlich höher als die der privaten Hochschulen (28 Prozent). Den höchsten Rücklauf gab es insgesamt bei den großen und mittelgroßen Hochschulen (je 74 Prozent); bei den kleinen Hochschulen haben sich immerhin 36 Prozent beteiligt. Dies ist eine gute Teilnahmequote vor dem Hintergrund, dass in dieser Gruppe viele nicht auf gründungsaffine Themen spezialisierte Hochschulen zu finden sind, wie beispielsweise theologische und künstlerische Hochschulen.

Von den 194 Hochschulen berichten 157 (80 Prozent), dass Gründungsförderung an ihrer Hochschule eine Rolle spielt, acht Hochschulen machten keine Angaben. Insbesondere bei den privaten und den kleinen Hochschulen spielt die Gründungsförderung deutlich seltener eine Rolle. Entsprechend der Verbreitung der Aktivitäten der Hochschulen in der Gründungsförderung gibt der Gründungsradar damit vor allem über die Gründungsförderung in großen und mittelgroßen staatlichen Hochschulen Auskunft.

Vergleicht man die Anteile nach Hochschulart, so entspricht deren Verteilung in etwa der in der Grundgesamtheit. Deutliche Abweichungen von der Grundgesamtheit gibt es bei den kleinen und privaten Hochschulen: Deren Anteil an den Hochschulen mit Gründungsförderung beträgt nur etwa die Hälfte (kleine Hochschulen) beziehungsweise nur ein Viertel (private Hochschulen) im Vergleich zum Anteil der Hochschulen in der Grundgesamtheit.